Das Gedächtnis unseres Körpers

An die Erlebnisse unserer frühen Kindheit haben wir keine bewusste Erinnerungen und doch stecken sie uns – „in Fleisch und Blut“. 

Sie beeinflussen, wie wir uns wohl fühlen, wie wir Beziehungen leben, was uns ängstigt, was uns freut und wie anfällig wir sind für psychische Belastungen, ob wir aufrecht durchs Leben gehen oder mit eingezogenen Schultern.

Was uns prägt

Für die Entwicklung unserer Persönlichkeit sind die ersten Lebensjahre die wichtigste Zeit. Schon Säuglinge verinnerlichen „Beziehungswissen“, meist anhand der Mutter: 

  • Ist sie für mich da?
  • Wie wird auf mein Weinen, Schreien, Lachen reagiert?
  • Wie werden Gefühle gezeigt?
 

Darauf baut dann die Gehirnentwicklung auf – im Guten wie im weniger Guten.

Die Sprache der Gefühle wird früh erlernt. Die Kinder erlernen durch Zuschauen, Begreifen, Nachahmen, Empfinden. Daraus entsteht ihre Welt, ihre Wahrheit.

In den ersten Jahren wächst damit ein großer Fundus an emotionalem Wissen verbunden mit körperlichen Reaktionen. Was fühlt sich wie an, worauf kann ich stolz sein, wofür bekomme ich Anerkennung, was löst Freude aus? 

So übernehmen Kinder viele Muster der Eltern. Die Angst der Mutter vor Hunden, der Ekel des Vaters vor Schlangen, die Angst vorm Scheitern, die Furcht vor Neuem….

Aber wir sind lernfähig – Kreativität und Begeisterung helfen uns das zu entfalten, was in uns steckt. Es ist möglich die frühkindlichen Prägungen durch neue Erfahrungen zu verändern.

Es lohnt sich!

Wir sind auf die Welt gekommen, um uns kennenzulernen

Friedrich Hebbel